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Landesdelegiertenkonferenz der Volkssolidarität Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Boltenhagen. Die Entwicklung des Landesverbandes der Volkssolidarität Mecklenburg-Vorpommern e.V. war Gegenstand seiner Landesdelegiertenkonferenz am 3. November im Iberotel des Ostseebades Boltenhagen.

45 gekommene Delegierte sowie auch eingeladene Gäste erhielten einen Einblick vorwiegend in Geleistetes und Erreichtes des vergangenen Jahres sowie in die Tätigkeit des Vorstandes des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes.

Petra Billerbeck, Vorsitzende des Landesverbandes, verwies in ihrem Bericht über Aktivitäten und Höhepunkte im Verbandsleben. So erwähnte sie den 20. Landeswandertag, der im vergangenen Jahr in Güstrow mit mehr als 1.000 Teilnehmenden stattgefunden hatte. Für 2018 stellte sie ein solches beliebtes Ereignis für den 1. September in Graal Müritz in Aussicht. Das Kinderfest 2016 im Schweriner Zoo, für das dank gut gefüllter Spendenkassen den Mädchen und Jungen freier Eintritt gewährt werden konnte, fand mit Besucherrekord statt.

Die Landesvorsitzende konnte darauf verweisen, dass sich Ehren- und Hauptamtliche auch an der Ausgestaltung von Jugendweiheveranstaltungen beteiligen. Nach den Verbänden in Uecker-Randow und Südwestmecklenburg nun ab dem kommenden Jahr auch der Kreisverband Rostock-Stadt e.V. Hervorgehoben wurde von der Landesvorsitzenden auch, dass mit der traditionellen Listen- bzw.Spendensammlung im vergangenen Jahr fast eine halbe Million Euro eingeworben werden konnten. Dafür sprach Petra Billerbeck allen Sammlern den herzlichsten Dank aus. Sie verwies darauf, dass im Rahmen seiner sozialwirtschaftlichen Dienstleistungen der Landesverband das Pflegeheim Prislich betreibt. Dabei erwähnte sie den verbreiteten Fachkräftemangel in der Pflege, aber auch, dass am 1. November der ambulante Pflegedienst des Landesverbandes „Die Pflegefüchse” seine Arbeit aufnahm.

Seinen 20. Geburtstag beging vor wenigen Wochen der Hausnotrufdienst, den inzwischen mehr als 5.000 Hilfe Suchende nutzen. Mit Stolz konnte Petra Billerbeck den Delegierten und Gästen mitteilen, dass bei den Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) die Einrichtungen des Landesverbandes durchschnittlich mit der Note 1,05 abschnitten. Auch in den Kindertagesstätten und psychosozialen Einrichtungen sei das Qualtitätsmanagement inzwischen mit sehr guten Ergebnissen verankert. Unter dem Dach der Volkssolidarität arbeitet seit dem 1. Januar 2016 auch eine Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle.

Petra Billerbeck erinnerte im Rahmen der sozialpolitischen Interessenvertretung des Landesverbandes, daran, dass die AfD als stärkste Oppositionsfraktion in den Schweriner Landtag eingezogen ist. Das mache es zur gesamtgesellschaftlichen und Aufgabe der Volkssolidarität, mehr zu informieren und aufzuklären. Deren Leitbild-Werte „Solidarität, Frieden, Humanismus und Demokratie” seien wichtiger denn je zu leben und zu verteidigen.

Vorgenommen habe sich der Landesverband, sich noch stärker mit dem Thema Armut zu befassen. In diesem Sinne hatte sich auch die Geschäftsführerin des Landesverbandes, Kerstin Liebich, geäußert. Sie betonte rückblickend, dass der Kampf gegen Armut und das Engagement für das Wohl der Menschen zum Gründungskonsens der Volkssolidarität gehören. 

An der Konferenz hatte auch die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Volkssolidarität, Annette Helbig, teilgenommen. Sie sprach nachdrücklich der Gewinnung neuer, jüngerer Mitglieder das Wort. Dabei kam sie nicht umhin festzuhalten, dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Mitglieder im Bundesverband auf nunmehr 160.000 halbiert habe, deren Durchschnittsalter bei rund 75 Jahren liege. Da kam es gut an, dass Petra Billerbeck erwähnen konnte, dass im vergangenen Jahr der Landesverband  rund 1.600 neue Mitglieder gewinnen konnte und nunmehr 32.260 habe. Wenngleich insgesamt der Rückgang der Mitgliederzahl nicht gestoppt werden konnte.

Gast der Veranstaltung war neben anderen Parteien- und Verbandsvertretern auch Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Schweriner Landtag. Ein Markenzeichen ihrer Partei, so sagte sie in ihrem Grußwort, sei das Eintreten für soziale Gerechtigkeit, gegen Armut. Auch insofern sei für die Linkspartei im „Hartz-IV-Zeitalter” die Volkssolidarität natürliche Verbündete, deren Bekenntnis zum Antifaschismus besonderen Dankes wert, gehörten zu dieser Haltung nun doch schon wieder Rückgrat und Mut.    - tf -