Soziales und partnerschaftliches Wirken


Bilanz und Vorstandswahl auf Kreisdelegiertenversammlung der Rostocker Volkssolidarität  

ROSTOCK.  Die Entwicklung in den Jahren 2015 bis 2017 und Perspektiven des Kreisverbandes der Volkssolidarität Rostock-Stadt e.V.  wurden während dessen Kreisdelegiertenversammlung am 15. März dargelegt. Außerdem wählten die Delegierten einen neuen Vorstand des Kreisverbandes.

Dessen alter und neuer Vorsitzender, Rainer Penzlin, betonte in seinen Ausführungen, dass der Verband mit Stolz auf die Resultate der Arbeit des Kreisverbandes in der abgelaufenen Wahlperiode zurückblicken könne. Grundlage des Handelns der Mitglieder des Kreisverbandes sei und bleibe dessen Einheit von Mitgliederverband, sozialwirtschaftlichen Dienstleistungen und sozialpolitischer Interessenvertretung.

Zu Beginn des Jahres 2018 waren im Kreisverband 3.488 Mitglieder in 33 Orts- und 17 Interessengruppen organisiert. 248 Ehrenamtliche leisten eine nicht hoch genug zu schätzende Arbeit. Als positiv konnte vermerkt werden, dass sich im vergangenen Jahr der Mitgliederrückgang, dieser vorwiegend aus Altersgründen, verlangsamte. In den vergangenen drei Jahren  konnten 477 Mitglieder neu aufgenommen werden. Für die kommende Wahlperiode sollen neue Familienprojekte erarbeitet und unterbreitet werden. In diesem Jahr veranstaltet der Kreisverband erstmalig Jugendweihen, für die es bereits 860 Anmeldungen gibt. Im Kreisverband ist seit nunmehr 16 Jahren ein Kulturbeirat aktiv. Im Berichtszeitraum organisierte er 116 Veranstaltungen mit rund 15.200 Gästen. Der Kreisverband betreibt zehn Kindertagesstätten mit Hort und Krippen, in welchen 2.084 Mädchen und Jungen fürsorglich betreut werden. Seit mehr als 20 Jahren bietet der Kreisverband an vier Standorten der Stadt mit 244 Wohnungen die Dienstleistung Betreutes Wohnen an. Dabei wurden während dieser Jahre keine Mieterhöhungen vorgenommen.

Bedeutendes Aufgabenfeld im Rahmen der sozio-kulturellen Arbeit des Kreisverbandes sind seine Begegnungsstätten, Clubs und Treffs, die jährlich von mehr als 100.000 Gästen besucht werden. Zunehmend nachgefragt sind die  Leistungen der Autismusambulanz, der Suchtberatungs-. und behandlungsstelle sowie der Familienhilfe. Der Kreisverband betreibt mehrere Pflegeheime. Auch gibt es viele Nutzer des Angebotes „Essen auf Rädern”.

Rainer Penzlin hatte in seinen Ausführungen betont, dass sich die Volkssolidarität zu Humanismus und Demokratie bekenne. In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass der Beitrag der Volkssolidarität zur Integration von Flüchtlingen eine besondere Herausforderung sei. Daher sei im Stadtteil- und Begegnungszentrum (SBZ) Dierkow ein Integrationstreff eingerichtet worden, Der Kreisverband habe zwei Wohnungen für Flüchtlinge bereitgestellt. In den Kindertagesstätten laufe ein Sprachprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund.

Wolfgang Nitzsche, Gast der Delegiertenversammlung, dankte als Präsident der Bürgschaft in deren Namen für das mehr als sieben Jahrzehnte lange soziale Wirken der Volkssolidarität und würdigte den Rostocker Kreisverband als deren festen und bewährten Bestandteil sowie als wichtigen Partner der Stadt.   

Text und Fotos:    - tf -

Brigitte Rackow, Kassiererin der Rostocker Ortsgruppe 86, und Rainer Penzlin, beide Träger der „Goldenen Solidaritätsnadel”, höchste Auszeichnung des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes.