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KiFaZ - Kinder und Familienzentrum

„Stadtteilmütter“ starten in Rostock

Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ)

Rostock Groß Klein in der Kita „Naturwerkstatt“

 

„Stadtteilmütter“ starten in Rostock – ein starkes Projekt für Familien und Integration

Seit dem 1. Oktober 2025 läuft in unserem Stadtteil ein neues, wegweisendes Projekt: Die „Stadtteilmütter“. Es richtet sich an Familien, die Unterstützung im Alltag, bei Erziehungsfragen oder beim Zugang zu Bildungs- und Beratungsangeboten benötigen. Besonders für Familien mit Migrationsgeschichte soll das Projekt Brücken bauen – zwischen Menschen, Kulturen und Institutionen.

Ein Erfolgsmodell kommt nach Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es das Programm bislang nur in Wismar, wo es sich – wie auch in vielen Großstädten Deutschlands – als erfolgreiches und nachhaltiges Integrationsprogramm etabliert hat.
Nun ist es auch bei uns angekommen: Aktuell nehmen elf Mütter aus Schmarl, Groß Klein, Lütten Klein und Lichtenhagen an der Qualifizierung teil. Die Frauen sprechen verschiedene Muttersprachen wie arabisch, ukrainisch, russisch, persisch und einige von ihnen auch fließend englisch. Sie werden darauf vorbereitet, als Stadtteilmütter andere Familien zu begleiten, zu beraten und zu stärken.

Starke Partner unterstützen die Qualifizierung

Die Ausbildung der Stadtteilmütter wird von zahlreichen Fachleuten und Einrichtungen begleitet.
Mit dabei sind:

  • Löweneltern (Wiebke Sandt) – Elternbildung und Empowerment
  • Cavemus – Gewaltprävention
  • RAA Fachstelle für Mehrsprachigkeit (Dr. Claudia Seele) – interkulturelle Kommunikation
  • Lorina Duwe (Hebamme) – Gesundheit und frühe Kindheit
  • Antje Röttger-Kiesendahl – Entspannungs- und Resilienztraining
  • Familienbildung Charisma e.V. – Familienpädagogische Grundlagen

Diese vielfältige Unterstützung sorgt dafür, dass die zukünftigen Stadtteilmütter ein breites Wissen erwerben – fachlich, sozial und kulturell.

Wie das Projekt nach Schmarl und Groß Klein kam

Die Idee, das Stadtteilmütter-Projekt nach Rostock zu holen, entstand im Rahmen des Programms „Ankunftsquartiere stärken“.
Stephanie Nelles, Integrationsbeauftragte der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, und Carolin Hannert vom Stadtteilmanagement Schmarl erkannten gemeinsam das große Potenzial und die Sinnhaftigkeit, das Modell auch in Schmarl und Groß Klein zu etablieren.

Eine ideale Grundlage bot die Anbindung an das Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ), das seit dem 1. Januar 2025 in Trägerschaft der VS Kinder- und Jugendhilfe Region Rostock gGmbH besteht. Das KiFaZ befindet sich im Rostocker Stadtteil Groß Klein und gehört zur Kita „Naturwerkstatt“ im Gerüstbauerring 40. An diesem Ort finden die Qualifizierungen statt – und hier sollen die Stadtteilmütter künftig auch ihre Arbeit aufnehmen - mitten im Stadtteil und ganz nah an den Familien.

Ein Projekt, das Gemeinschaft schafft

Das Ziel des Projektes ist klar: Familien stärken, Teilhabe fördern und Gemeinschaft wachsen lassen. Die Stadtteilmütter sind dabei die Multiplikatorinnen – Frauen aus dem Stadtteil, die mit Wissen, Herz und Erfahrung andere Familien unterstützen.

„Die Stadtteilmütter schaffen Vertrauen und öffnen Türen“, sagt eine der beteiligten Kursleiterinnen. „Sie zeigen, dass Integration und Zusammenhalt im Alltag beginnen – mit Zuhören, Verstehen und gegenseitiger Unterstützung.“

Ausblick

Nach Abschluss der Qualifizierung werden die Stadtteilmütter in den Stadtteilen aktiv sein – mit Hausbesuchen, Begleitungen zu Terminen und Angeboten zu Themen wie Bildung, Gesundheit und Familienleben.
Langfristig soll das Projekt wachsen und weitere Mütter ausbilden, damit das Engagement für Familien in Rostock noch stärker wird.


Kontakt und Informationen:
Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Groß Klein
in der Kita „Naturwerkstatt“


Gerüstbauerring 40, 18109 Rostock

Ansprechpartnerinnen:

  • Kati Kirstein, Kitaleitung
  • Maria Meier, KiFaZ-Koordinatorin
  • Samira Stuwe, Stadtteilmütter-Koordinatorin
    ???? Telefon: 01577 9016284
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Laut Stefanie Drese ist ein sozialpolitischer Meilenstein gesetzt worden. Die Kita „Naturwerkstatt“ aus Rostock Groß-Klein, wurde eines der in Zukunft mindestens 16 Kinder- und Familienzentren (in Mecklenburg-Vorpommern, für alle Landkreise und kreisfreien Städte). Rund fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds werden dafür bereitgestellt. Die Ministerin hat am 06.03.2025 für die neu geschaffenen KiFaZe im Land Mecklenburg-Vorpommern den ersten Kitas die Zuwendungsbescheide feierlich im S.O.S. Kinderdorf in Grimmen übergeben. Maria Meier als KiFaZ-Koordinatorin und Samira Stuwe (Sprachfachberatung der VS Kinder- und Jugendhilfe Region Rostock gGmbH) nahmen diese für die Kita entgegen.

„Damit nimmt ein bedeutendes sozialpolitisches Projekt Fahrt auf, das Familien, Eltern und Alleinerziehenden vielfältige und passgenaue Unterstützungsangebote bieten wird, für Bildung, Beratung, Betreuung und Gemeinschaft“, sagte die Ministerin bei der Übergabe.

Was wollen wir unseren Familien bieten mit dem KiFaZ?

Wir möchten Familien auf einem unbürokratischen, niedrigschwelligen und einfachen Weg in der Kita erreichen und bereichern, wie beispielsweise mit unserem Familientreff und den wöchentlich stattfinden Familiennachmittagen. Darüber hinaus wollen wir ihnen Unterstützung bei wirtschaftlichen Sorgen vermitteln oder bei Überforderungen im Alltag, durch Gespräche, mit dem Ziel nach passenden Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Wir haben die Möglichkeit durch Einsatz von Sprachmittlern bei Gesprächen und Vorträgen für Familien mit Migrationshintergrund Barrierefreiheit zu schaffen. Dabei steht die Integration von Familien mit Zuwandererhistorie, aber auch aus bildungsferneren Strukturen im Fokus.

Weiterhin wollen wir Stärken und Schwächen von Familien erkennen und sie unterstützen, z.B. bei Fragen zur Erziehung, Bildung, Gesundheit, gesunde Ernährung und zum Umgang mit Medien. Unser KiFaz versteht sich als Vernetzungsstelle zur Schaffung von niedrigschwelligen bedarfsorientierten Zugängen für Familienbildung, Angeboten und Beratung, z.B. Schatzsuche und Fun Baby (Netzwerkarbeit mit Charisma e.V.) Wir haben das Ziel der Weiterentwicklung unserer Kindertagesseinrichtung zu Bildungs- und Erfahrungsorten für Kinder und Familien.

Hierbei entstehen Netzwerke und Verknüpfungen unter den Familien und zu den unterschiedlichsten Institutionen im Sozialraum. Auch die Zusammenarbeit mit der Grundschule soll gelingen, für eine bessere Vorbereitung der Kinder und Familien für den Übergang (insbesondere Familien mit Migrationshintergrund). Als langfristiges politisches Ziel sehen wir einen familienfreundlichen Stadtteil. Schlagworte wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie.