Esprit und Erfahrung


Festliche Auszeichnungs-Veranstaltung des Bundesverbandes  

Berlin. Anlässlich des 72. Jahrestages der Volkssolidarität wurden durch deren Bundesverband verdienstvolle Mitglieder, Mitarbeiter, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Partner des Sozial und Wohlfahrtsverbandes mit dessen Goldener Solidaritätsnadel, mit dessen Ehrenplakette oder Ehrenpreis ausgezeichnet.

Während der Veranstaltung im Berliner park inn-Hotel am 21. Oktober hatte der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, in seiner Festansprache betont, dass der Volkssolidarität angesichts einer auseinanderdriftenden Gesellschaft besondere Bedeutung für die Wahrung des sozialen Friedens zukomme. Dies sei geboten angesichts auch einer Renaissance von Nationalismus und Rassismus. Der Präsident unterstrich, dass der Verband maßgeblich von der Kraft seiner ehrenamtlich Mitwirkenden lebe.

In diesem Sinne äußerte sich auch Rainer Penzlin, ausgezeichnet an diesem Tage mit der Goldenen Solidaritätsnadel, Vorsitzender des Kreisverbandes der Volkssolidarität Rostock-Stadt e.V., welcher den Ehrenpreis der Volkssolidarität erhielt. „Ohne Vorstände und Helfer in den Orts- und Interessengruppen hätten wir keinen Mitgliederverband”, hatte Rainer Penzlin in seiner Dankesrede hervorgehoben, die er stellvertretend für alle Ausgezeichneten gehalten hatte.

Es komme gerade unter gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen darauf an, Solidarität zu leben, mahnte Präsident Wolfram Friedersdorff. Was dies bedeutet, hatte der Sozial- und Wohlfahrtsverband mit rund 170.000 Mitgliedern sowie 18.000 Beschäftigten in Positionen zur kürzlichen Bundestagswahl ausgedrückt. In diesen heißt es u.a.: „Mit Solidarität zu mehr sozialer Gerechtigkeit”; „Reichtum verteilen - Sozialstaat stärken”; „Gute Arbeit statt arm trotz Arbeit”; „In Würde altern - für eine Rente, die den Lebensstandard sichert”; „Familien wirksam unterstützen und Betreuungsqualität verbessern”; „Gesundheit und Pflege solidarisch sichern”; „Demokratie stärken - Engagement fördern”.

Mit Vorausblick auf den 75. Jahrestag der Gründung der Volkssolidarität hatte Wolfram Friedersdorff erinnert, dass es nur noch wenige Zeitzeugen des Beginns und Entstehens der Volkssolidarität gebe, es gegenwärtig umso mehr darauf ankomme, deren Anliegen der Menschlichkeit hochzuhalten.

Die Festveranstaltung war musikalisch umrahmt worden vom „Ensemble Esprit Berlin” und schauspielerisch von einem „Theater der Erfahrung”. Programmatische Begleitung quasi. Esprit und Erfahrung. Derer wird es brauchen.    - tf -